About
Selbst einen Blog zu führen, erschien mir lange zwar als interessante Möglichkeit, die eigenen Vorstellungen über mein Tätigkeitsfeld – das Weiterbildungsmanagement – mit etwas mehr Disziplin zu durchdenken und zu formulieren als wenn man sie lediglich im Kopf behält.
Einen Nutzen für andere durch einen weiteren Blog neben den vielen tausend existierenden konnte ich jedoch nicht erkennen – und so ließ ich es bleiben mit der Disziplin.
Doch in letzter Zeit verwendete ich etwas mehr Zeit auf die Blogosphäre. Und ich komme – sei es meinen mangelnden Suchfähigkeiten geschuldet oder nicht – zu dem Ergebnis, dass sich dort noch niemand im deutschsprachigen Raum über Teilaspekte hinaus mit dem Management von Weiterbildungseinrichtungen zu beschäftigen scheint.
Das verwundert mich etwas, da ich der Meinung bin, dass diese Organisationen mit ihren sehr vielschichtigen Dienstleistungen in sehr intransparenter Umwelt unter komplexesten Bedingungen durchaus eine besonderen Betrachtung wert wären – jenseits der branchenunabhängigen Managementdiskussionen.
Also habe ich beschlossen, doch selbst zu schreiben – und womöglich zügig darauf hingewiesen zu werden, dass es so etwas schon längst in guter Qualität gibt. Darüber würde ich mich auch freuen – und es fortan in guter Gesellschaft weiter tun.
Für wen:
Ich schreibe für Menschen, die in und für Weiterbildungseinrichtungen arbeiten.
Ich möchte vor allem denen etwas bieten, die mit dem Management von Weiterbildungseinrichtungen beschäftigt sind. Also denen, die Bildungsleistungen entwickeln, vermarkten und organisieren. Ich spreche die Entscheider in Weiterbildungseinrichtungen an, wobei ich diesen Begriff sehr weit fassen möchte: in wissensintensiven Unternehmungen, deren Mitarbeiter zudem viel Zeit im direkten Kundenkontakt verbringen, werden fast täglich viele – und wichtige – Entscheidungen auf den verschiedenen Hierarchiestufen des Unternehmens getroffen. All denen, die sich dessen bewusst sind, dass sie maßgeblich am Zustand und der Entwicklung ihrer Organisation mitwirken, möchte ich mit diesem Blog regelmäßig Informationen – auch von jenseits der Weiterbildungsbranche – zukommen lassen, die mir auf ihre Verwendbarkeit innerhalb von Weiterbildungseinrichtungen überprüfens- und diskutierenswert erscheinen.
Zu meinem Hintergrund:
Nach meinen Studien im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Politikwissenschaften, Philosophie und Psychologie arbeitete die letzten Jahre in einer großen deutschen privaten Weiterbildungseinrichtung in verschiedenen Fach- und Führungspositionen. Nebenbei studierte ich Bildungsmanagement (MBA).
Derzeit unterstütze ich das in Gründung befindliche Institut für Weiterbildungsmanagement (IWBM GmbH), das ab Frühjahr 2010 ein hoffentlich für viele interessantes Spektrum an Dienstleistungen für die Weiterbildungsbranche anbieten wird.
Themen:
Die Themen dieses Blogs werden sich sicher stetig entwickeln und ggf. verändern. Vor allem dann, wenn die Leser aktiv Einfluss darauf nehmen, was mein ausdrücklicher Wunsch wäre, um zu erfahren, welche Themen in den Organisationen besonders wichtig sind. Aus eigenem Bemühen und vielen Gesprächen mit Weiterbildnern ist folgende Liste an möglichen interessanten Themen entstanden, die es in den nächsten Wochen und Monaten anzugehen gilt:
- Management im engeren Sinne: Themen der Unternehmensführung wie Strategie und Controlling, Evaluation, Nachhaltigkeit oder Datenschutz in Weiterbildungseinrichtungen
- Innovatives Weiterbildungsmarketing: Hier werden Themen der neuen Medien einen prominenten Platz einnehmen „müssen“ (Online-Kundenberatung und -vertrieb, Videomarketing etc.).
- Innovative Formate: Ich selbst war – obwohl in meiner Position verantwortlich für das Innovationsmanagement – den E-Learning-Angeboten der vergangenen Jahre gegenüber ehrlich gesagt sehr skeptisch. Zugegeben, ich habe mich nicht sehr eingehend mit ihnen beschäftigt, aber was ich sah, begeisterte mich nicht. Hier spreche ich vor allem als Lernender, nicht als Anbieter. In jüngster Vergangenheit bietet der technologische Fortschritt (vor allem der synchronen Online-Zusammenarbeit) aber attraktive Möglichkeiten, endlich einen Teil der Vorteile von Präsenzveranstaltungen mit denen des Distance Learnings in elektronischen Umgebungen zu vereinen. Online-Konferenzen und Webinare werden (oder sind) praktikabel, die Zusammenarbeit in virtuellen 3D-Räumen könnte den nächsten überzeugenden Schritt in diese Richtung darstellen.
Wie gesagt: was tatsächlich in den Einrichtungen interessiert, möge auch von den Lesern kundgetan werden. Vielleicht gelingt es uns so, einen interessanten Ort des Wissens und der Meinungen zu kreieren, der die Gestaltung moderner und professioneller Organisationen zum Gegenstand hat und den Eigen- und Besonderheiten von Weiterbildungseinrichtungen Rechnung trägt.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.
Ihr Dominik Ullmann


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